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Darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Karin Krahl-Wichmann, Inhaberin und Geschäftsführerin der letzten verbliebenen Hutmanufaktur im steirischen Zentralraum.

Gegründet 1910 am Schloßberplatz in Graz/Sackstraße 22. 

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„Wir geben dem Hut
seine alte Würde zurück.“

Die Hutmanufaktur Kepka & Söhne wurde 1910 gegründet und 1981 von meinem Vater übernommen, der dort selbst 1957 als Lehrling einstieg und der Hutmacherei treu blieb. Sein ganzer Einsatz galt immer seiner Firma, die auch in hochmodernen Zeiten auf uralte Handwerkskunst setzte. 2003 habe ich das Unternehmen übernommen, und widme mich seither mit viel Liebe und Begeisterung der traditionellen Hutproduktion. Ich produziere, kreiere und restauriere individuelle Meisterstücke für Musik- und Trachtenvereine, die Spanische Hofreitschule oder für Anfragen aus dem Theaterbereich. Neben diesen Tätigkeiten versuche ich aber auch gleichzeitig mit neuen Ideen und zeitgenössischer unternehmerischer Herangehensweise die Hutmanufaktur dem Zeitalter entsprechend zu betreiben und neue Trends zu setzen, die auch individuelle und junge Käufer ansprechen sollen. Neben der Kreation zählt auch die Kooperation mit Fashionlables, sowie die Präsentation am internationalen Markt zu meinen Hauptaufgaben. Michael Lippitsch steht mir mit seinem Einsatz rund um die Hutmanufaktur tatkräftig zur Seite.

Maß nehmen

In der Hutmanufaktur Kepka tauchen Sie in ein sehr originales, unvergleichliches Ambiente ein. Zu Beginn wird die Fasson, Material, Farbe und Staffierung nach umfassender Beratung ausgewählt. Nun kommt noch Maßband und Konformateur zur genauen Bestimmung von Größe und Form des Schädels zum Einsatz.

Rohmaterial vorbereiten und Veredeln

Der erste Produktionsschritt beginnt in der Kellerwerkstatt mit dem Stumpen. Auf der Lüstriermaschine, wo Schleifscheiben mit Schleifpapier oder mit Haifischhaut oder komplett mit Filz  bespannt sind, beginnt die Vorbereitung. Mit Schellack als Appretur für die spätere Formstabilität wird nun der Stumpen durchtränkt.

Dämpfen und Aufziehen

Der gesteifte Stumpen kommt unter die Dampfglocke, wo er unter ca. 120 Grad heißem Dampf formbar wird. Die spätere Krempe wird nun von Hand über die Tischkante, danach der heiße Stumpen auf die entsprechende Kopfform gezogen und mit einer Schnur an der Bandstelle fixiert. Und ab geht’s über Nacht in die Trockenkammer!

Presse

Der trockene „Halbhut“ wird von der Hutform abgenommen, auf der Bürstmaschine gebürstet, gedämpft und in uralte Metallformen eingepresst. Oder es wird die Krempe von Hand ausgebügelt und die Krone händisch eingeformt. Die festgelegte Krempenbreite schneide ich mit einem Bridé-Schneider zu.

Hut benähen (Innen/Stretchband einnähen)

In unserer Nähstube arbeiten wir mit altbewährten Gerätschaften, die teilweise schon vor 100 Jahren zur Huterzeugung verwendet wurden: So kommt zum Einnähen des Schweißbandes ein Original, die Nähmaschine „Patent Pribil“, oder für die Formgebung der Krempe eine traditionelle Hutrandpresse mit unzähligen Holz-„Rastl’n“ zum Einsatz. Jeder Hut wird für Sie mit größter Sorgfalt von Hand gefertigt.

Verkauf

Nach dem letzten Feinschliff, der das Einkleben der Signatur, das finale Bürsten und Dämpfen und das endgültige Formgeben mittels Formillon beinhaltet, wird der Hut sicher in unserem Laden verstaut bis er schlussendlich auf dem Kopf des zukünftigen Besitzers seinen stolzen Platz einnimmt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!